Kassenka Hilfe – Android-Kasse & Bondrucker einrichten

Anleitungen für die Android-Kasse: Artikel, Tischservice, Bondrucker, Netzwerk, Sicherungen und TSE in Kassenka einrichten.

Epson: Drucker verbunden, aber kein Ausdruck

Der Epson-Drucker ist verbunden und Kassenka meldet „Testdruck wurde erfolgreich gesendet“, aber es kommt kein Papier? „Sicherer Druck“ (Secure Printing) kann die Ursache sein – sowohl bei Bluetooth als auch im Netzwerk über LAN oder WLAN. Bei neueren RED-Geräten wie entsprechenden Varianten des TM-m30III ist die Funktion ab Werk aktiviert. Diese Anleitung zeigt, wie du sie in Epson TM Utility deaktivierst, die Einstellung auf den Drucker überträgst und ihn anschließend neu startest. Als Beispiel verwenden wir einen per Bluetooth verbundenen TM-m30III; die Erklärung gilt ebenso für Netzwerkdrucker mit Secure Printing.

Vorbereitung: Trenne die Druckerverbindung in Kassenka. Öffne Epson TM Utility und wähle den betroffenen Drucker über seine verwendete Verbindung aus. Bei Bluetooth muss er mit deinem Tablet gekoppelt sein; bei Netzwerkdruck muss er vom Tablet im Netzwerk erreichbar sein. Für diese Anleitung musst du einen Netzwerkdrucker nicht auf Bluetooth umstellen.

Druckereinstellungen ändern

Tippe in Epson TM Utility auf „Druckereinstellungen ändern“. Falls das Administratorkennwort abgefragt wird: Das werkseitige Kennwort bzw. die PIN steht normalerweise auf dem Kennwortetikett hinten am Drucker. Wurde es bereits geändert, verwende das selbst vergebene Kennwort. Es ist nicht die Kassenka-PIN.

Verschiedene Einstellungen öffnen

Wähle „Verschiedene Einstellungen“.

Ganz unten „Sicherer Druck“ wählen

Scrolle bis zum Ende der Liste und öffne „Sicherer Druck“ (Secure Printing).

Auf „Deaktiviert“ stellen

Wähle bei „Sicherer Druck“ den Wert „Deaktiviert“. Allein diese Auswahl schließt die Einrichtung noch nicht ab: Übertrage sie im nächsten Schritt auf den Drucker.

„Auf Drucker einstellen“ drücken

Gehe zurück zu „Verschiedene Einstellungen“ und tippe unten auf „Auf Drucker einstellen“. Warte, bis der Vorgang vollständig abgeschlossen ist. Die App dabei geöffnet und den Drucker eingeschaltet lassen.

App beenden und Drucker neu starten

Erst nach Abschluss Epson TM Utility beenden. Schalte den Drucker normal aus, warte 5 Sekunden und schalte ihn wieder ein. Warte, bis er betriebsbereit ist. Ein bloßes Trennen und Wiederherstellen der Druckerverbindung ersetzt diesen Neustart nicht. Kein Werksreset nötig.

In Kassenka verbinden und testen

Lass Epson TM Utility geschlossen. Öffne in Kassenka „Drucken & Belege“ und wähle die passende Bluetooth- oder Netzwerk-Druckerkarte. Stelle bei Bedarf die Verbindung wieder her und tippe auf „Testdruck“. Prüfe, ob tatsächlich Papier mit dem Testtext herauskommt. Eine Erfolgsmeldung oder Verbindungsanzeige allein bestätigt noch keinen Ausdruck.

Warum steht weiterhin „Security Mode: RED“ da?

„Security Mode: RED“ auf dem Statusblatt bezeichnet die Sicherheitsvariante des Druckers. Diese Angabe kann auch nach dem Deaktivieren von „Sicherer Druck“ bestehen bleiben. Maßgeblich ist die auf den Drucker übertragene Einstellung „Sicherer Druck: Deaktiviert“. Du musst die RED-Angabe nicht entfernen.

Was ändert sich an der Sicherheit?

Deaktivieren erlaubt Druck ohne die zusätzliche Secure-Printing-Verschlüsselung. Verwende diesen Kompatibilitätsmodus nur in einer kontrollierten Umgebung mit vertrauenswürdigen Geräten. Das Administratorkennwort schützt weiterhin die entsprechenden Druckereinstellungen. Weitere Informationen stellt Epson bereit.

Es kommt weiterhin kein Papier?

Kontrolliere, ob „Auf Drucker einstellen“ wirklich abgeschlossen wurde und ob der Drucker danach aus- und eingeschaltet wurde. Lies die Einstellung gegebenenfalls erneut in der Utility aus. Prüfe außerdem Papier, geschlossenen Deckel und Fehleranzeigen. Funktioniert der Utility-Testbon, aber Kassenka druckt weiterhin nicht, notiere Modell, Firmwareversion und die genaue Meldung für den Support. Ein weiterer Werksreset ist kein notwendiger Schritt dieser Anleitung.

Epson: Informationen zu Secure Printing

Layout, Seiten und Buttons einrichten

Unter „Button-Einstellungen“ bearbeitest du Artikelbuttons, Farben, Preise, Steuersätze, Gewichtsverkauf, Bestand und Verknüpfungen. Unter „Layout und Seiten“ legst du Reihen, Spalten und Seitennamen fest. Änderungen werden automatisch lokal gespeichert; Layouts lassen sich zusätzlich im Portal am großen Bildschirm bearbeiten.

Artikelgruppen richtig verwenden

Lege unter „Artikelgruppen“ beispielsweise „Küche“, „Getränke“ oder „Bar“ an und ordne jedem Artikel im Buttoneditor genau eine Gruppe zu. „Allgemein“ ist die feste Auffanggruppe. Gruppen erscheinen in Auswertungen und steuern zugleich, welche Stationsdrucker einen Artikel erhalten.

Zutaten, Sonderwünsche und Bestand

Zutaten können enthalten, abwählbar oder kostenpflichtige Extras sein. Beim Kassieren lässt sich zusätzlich einmaliger Freitext mit optionalem Preis an genau eine Artikelvariante hängen, ohne ihn dauerhaft anzulegen. Artikel- und Zutatenbestände werden anhand der konfigurierten Mengen reduziert; identische Varianten werden wieder zusammengefasst.

Rabatte und Zuschläge anwenden

Über das große Plus in der Bestellübersicht setzt du einen prozentualen Rabatt oder Zuschlag auf die gesamte Bestellung. Im Artikelmenü ist eine Anpassung nur für diese Zeile möglich. Ein konfigurierter Prozentbutton ist eine Abkürzung für die Bestellanpassung: Es gilt immer genau ein Wert, ein anderer Button oder eine manuelle Eingabe ersetzt ihn und mehrfaches Tippen addiert nicht.

Tischservice, NFC und Tischaktionen

Aktiviere den Tischservice in den Modus-Einstellungen und richte deine Räume im Tischplan ein. Offene Bestellungen bleiben am Tisch, können ergänzt, verschoben, zusammengeführt oder geteilt und erst später bezahlt werden. Optional öffnet eine zugewiesene NFC-Karte den passenden Tisch; deaktivierte Saisonseiten bleiben gespeichert, sind aber im normalen Service verborgen.

Rechnung, Nachdruck und Storno

Abgeschlossene Verkäufe findest du in der Bestellübersicht. Dort kannst du eine Rechnung erneut öffnen oder drucken sowie die ganze Bestellung oder einzelne Positionen nachvollziehbar stornieren. Ein Storno entfernt die Historie nicht, sondern bleibt mit Betrag und Grund in Sitzung, Auswertung und Export erhalten.

Drucker verbinden und testen

Kassenka unterstützt ESC/POS-Thermodrucker über Bluetooth oder Netzwerk sowie integrierte Drucker unterstützter iMin-Geräte. Lege in den Drucker-Einstellungen für jedes physische Gerät ein benanntes Profil an und verwende den Testdruck zur Verbindungsprüfung. Ein erfolgreicher Testdruck aktiviert noch keine Belegart; Rechnung, Küchenbon, Abholschein und Artikelbeleg müssen in den Druckeinstellungen separat eingeschaltet sein.

Mehrere Drucker mit Artikelgruppen

Markiere genau einen Drucker als Standard-Belegdrucker. Rechnung, Kassenlade und Kassenabschluss gehen ausschließlich dorthin. Weise den weiteren Druckerprofilen Artikelgruppen zu: Artikelbeleg, Küchenbon und Abholschein werden pro Drucker auf dessen Gruppen gefiltert. Eine Gruppe darf an mehrere Drucker gehen. Nicht zugeordnete Artikel fallen sicher auf den Standarddrucker zurück; ohne Gruppenzuordnung druckt er alle Stationsbelege.

Wenn nur der Testdruck funktioniert

Prüfe zuerst, ob die gewünschte Belegart aktiviert ist und ob der Artikel selbst für den Stationsdruck freigegeben ist. Kontrolliere danach Standarddrucker und Gruppenzuordnung. Der Standarddrucker ist bewusst für Rechnungen und zentrale Kassenaufgaben zuständig; Stationsbelege folgen den Artikelgruppen. Emojis und nicht druckbare Steuerzeichen werden vor dem ESC/POS-Druck entfernt, die passende Codepage für sprachspezifische Zeichen bleibt trotzdem wichtig.

Mehrere Kassen im Server-/Client-Modus

Ein Android-Gerät wird zum Server und bleibt die maßgebliche Kasse; weitere Geräte verbinden sich im selben lokalen Netzwerk als Clients. Clients senden Aktionen und spiegeln Artikel, Tische und Bestellzustand des Servers. Prüfe bei Verbindungsproblemen zuerst dasselbe WLAN, die angezeigte Serveradresse und Akkuoptimierung. Welche Stationsdokumente lokal oder am Server drucken, hängt von Rolle und Druckeinstellungen ab; die Rechnung entsteht auf dem zuständigen Servergerät.

Externer Bestellserver und Hintergrundbetrieb

Optional kann Kassenka Bestellungen und Stornos als JSON an einen eigenen Küchenmonitor oder ein anderes lokales System senden. Der Empfänger gehört nicht zu Kassenka und muss separat eingerichtet werden. Nicht gesendete Ereignisse bleiben lokal in einer Warteschlange und werden erneut versucht. Für zuverlässigen Serverbetrieb darf Android die App nicht aggressiv durch Akkuoptimierung oder Hintergrundbeschränkungen beenden.

Kassenbestand, Abschluss, Übersicht und Export

Einlagen und Entnahmen werden als eigene Geldbewegungen erfasst, nicht als Fake-Artikel. Der Kassenabschluss beendet die aktuelle Sitzung auch ohne Drucker; abgeschlossene Sitzungen und Bestellungen bleiben in der Bestellübersicht verfügbar. Beim CSV-Export wählst du zwischen „Nur Summen“ ohne Artikelpositionen, einer Zusammenfassung mit aggregierten Artikeln und dem Detail-CSV mit Einzelpositionen. CloudSave-Berichte im Portal verwenden dieselben gesicherten Sitzungsdaten.

CloudSave, Wiederherstellung und Portal

Die Android-Kasse bleibt immer die operative Datenquelle. CloudSave ist ein optionales Backup: Konfigurationen, Zutaten, Beleglayouts und Tischpläne werden bewusst in Slots gespeichert und erst nach Bestätigung wieder angewendet; abgeschlossene Sitzungen können gesichert und im Portal ausgewertet werden. CloudSave und deutsche TSE sind unabhängig voneinander. Ein Portal-Entwurf verändert die aktive Kasse erst, wenn du ihn in der App auswählst und verwendest.

TSE, Testmodus, Bediener und PIN-Schutz

Die deutsche TSE ist ein optionales Zusatzprodukt und wird pro logischem Register eingerichtet. Fehler werden sichtbar dokumentiert, dürfen den lokal erfolgreichen Verkauf aber nicht verlieren. Der Testmodus speichert keine echten Bestellungen, Fiskaldaten, Bestände oder CloudSave-Vorgänge dauerhaft. Ein optionaler Bedienername wird beim Bezahlen eingefroren; sensible Einstellungen lassen sich zusätzlich mit einer PIN schützen.